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Die I-Deo hinter unserem Deodorant

Machen wir uns nicht länger etwas vor. Wir alle schwitzen. 

 

Na klar, Deo und Antitranspirant erledigen ihre Aufgabe (meistens) und begrenzen oder verbannen den Mief unter unseren Armen. Aber es ist nun Mal so, dass Schweiß und alles, was mit ihm kommt, einen Grund hat, dem Körper hilft und es daher kontraproduktiv sein kann, ihn rücksichtslos zu bekämpfen.

Entgegen häufiger Annahmen stinkt Schweiß nicht. Ja, ganz recht. Der Schweiß, den wir aus den Drüsen auf unserem ganzen Körper absondern, ist geruchslos. Es sind vielmehr die Bakterien, die sich von diesem Schweiß ernähren, die die – sagen wir weniger angenehmen – Aromen und Düfte erzeugen.

Aber wie kommt es, dass wir an manchen Stellen stärker schwitzen, als an anderen? Die Haut unter unseren Armen, auf unseren Händen und Füßen, sowie rund um unsere Ellbogen, schwitzt stärker als die auf unseren Unterarmen und Beinen. Warum ist das so?

Zunächst besitzen diese Areale mehr Schweißdrüsen, wodurch hier mehr Schweiß entsteht. Darüber hinaus haben Menschen zwei Arten von Schweißdrüsen – apokrine und ekkrine Schweißdrüsen. Ekkrine Drüsen produzieren Schweiß, den Gestank verursachende Bakterien verschmähen, apokrine Drüsen hingegen produzieren solchen, der angefüllt ist mit Fetten und Proteinen, die die Bakterien mögen. Die Stellen, an denen wir mehr schwitzen, haben mehr apokrine Drüsen, hier gibt es also mehr zu Fressen für die stinkenden Übeltäter.

Als wäre ein Festmahl für diese Bakterien noch nicht genug, sind genau die Stellen, an denen wir am stärksten Schwitzen auch noch die idealsten Lebensräume für Bakterien. Denn deine Beugen, Füße und Finger sind sehr oft bedeckt von Kleidung, anderer Haut, Schuhen oder weitere Objekte, die wir halten und benutzen. Bedeckt man seine Haut, entzieht man ihr auch Sauerstoff, was zufälligerweise von unseren Gestank produzierenden Freunden sehr gemocht wird.

Und tadaaa, die Kombination aus mehr Schweißdrüsen und weniger Sauerstoff macht Orte wie deine Achseln zu einer perfekten Umgebung für stinkende Bakterien. Sie leben hier, reproduzieren sich und all das führt zu einer Konsequenz… Körpergeruch. Doch bevor du deine Haut mit antibakteriellem Zeug überhäufst, mach dir klar, dass Bakterien nicht unbedingt etwas Schlechtes sind.

Menschen betrachten Bakterien traditionell als Feind, den es auszulöschen gilt, aber eine stetig wachsende Zahl Wissenschaftler ist der Überzeugung, dass es evolutionsbedingte Gründe gibt, dass unsere Körper Millionen verschiedener Mikroben beherbergen. Also warum haben wir uns angewöhnt, uns ständig zu waschen, zu schrubben, zu reinigen und einzucremen? Vielleicht haben die Bakterien auf unserem Körper eine wichtige Aufgabe und wir waschen sie einfach ständig wieder von uns fort.

Unsere Hautoberfläche ist Wohnort einer vielfältigen Gemeinschaft von Bakterien, die man auch Mikroflora nennt. Jeder Mensch hat eine einzigartige Mikroflora, die ihm bei der Geburt von seiner Mutter mit in die Wiege gelegt wird. Man glaubt, dass die Mikroflora eine wichtige Rolle darin spielt, dich gesund zu halten und sogar dabei helfen könnte, Krankheiten zu bekämpfen.

Kosmetikwissenschaftlerin und Lush-Mitbegründerin Helen Ambrosen erklärt: „Wir benötigen unseren Schutz durch die Mikroflora, denn sonst können Krankheitserreger auf unsere Haut gelangen und uns schaden. Gelangt ein Krankheitserreger auf unsere Haut, sorgt unsere Mikroflora als Einheit dafür, dass er wieder verschwindet. Wir müssen sie also haben, aber einer der negativen Nebeneffekte ist, dass sie unseren Schweiß und Talg zersetzt, was zu Gestank führt.“

Und genau hier liegt das Problem. Niemand will schlecht riechen und da moderne Technologie und Hygienemethoden weit entwickelt sind, haben Menschen es perfektioniert, ihre schlechten Gerüche loszuwerden. Und das in dem Maße, dass moderne Seifen, Shampoos und Antitranspirante in der Lage sind, sämtliche „gute Bakterien“ zu entfernen oder abzutöten.

Antitranspirante sind in der Lage, Schweißdrüsen zu blockieren und an der Produktion zu hindern, was Bakterien die Nahrungsgrundlage nimmt und sie tötet, bevor sie eklige Gerüche produzieren können.

Aber alle Bakterien vom Körper zu verbannen hat auch negative Auswirkungen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von PeerJ, die zwar in kleinem Rahmen ablief, aber aufdeckte, dass Antitranspirante die Anzahl von Bakterien generell senken, aber gleichzeitig die von „stinkenden“ Bakterien erhöhen – was dazu führt, dass du noch schlechter riechst, als ohne den Einsatz von Deos.

Doch selbst wenn die Bakterien, die auf deinem Körper leben, freundlicher sind als Casper, der freundlichste Geist von allen, wirst du trotzdem frisch und sauber duften wollen – selbst wenn es nur dem Wohl der Leute dient, die Zeit mit dir verbringen. Wie kannst du also beides kombinieren?

Helen sagt: „Es benötigt einen guten Kompromiss, der nicht die gesamte Mikroflora abtötet, aber dir erlaubt, sie unter Kontrolle zu halten.“

Letztendlich ist Schwitzen ein natürlicher Vorgang, den selbst die Queen durchlebt. Menschen können bis zu 15 Liter am Tag schwitzen. In der heutigen Gesellschaft kann das ein wenig von Nachteil sein. Aber das heißt noch lange nicht, dass wir damit aufhören sollten. Es ist lebensnotwendig, da es den Körper kühlt, indem es seine Temperatur reguliert.

Wie findest du also die Balance zwischen der Erhaltung des körpereigenen Kühlsystems und deinem Wunsch, frisch zu bleiben?

Anstelle deinen Körper ganz am Schwitzen zu hindern, schränken natürliche Deodorants die Kraft der Natur nur ein und begrenzen sanft das Wachstum von Bakterien, während sie dich gleichzeitig trocken und sauber halten. Helen erklärt: „Wir haben eine gute Beziehung zu Mikroorganismen, wir haben gelernt, mit ihnen zu leben, darum haben wir Produkte entwickelt, die gut mit deinem Körper und deiner Mikroflora kooperieren.“

„Die Idee hinter Lush Deos ist es, welche zu erschaffen, die Menschen nicht schaden. Es ist sehr schwer, eine Basis zu mischen, die du auf Stellen deines Körpers aufträgst, an denen eine ganze Menge passiert, ohne diese zu irritieren. Denn immerhin gibt es dort Haarfollikel, Talgdrüsen, Lymphknoten und mehr, die alle nicht zu Schaden kommen dürfen.“

Um das zu erreichen, experimentierte Helen mit einer großen Zahl an Inhaltsstoffen, die das Bakterienwachstum einschränken, ohne die Mikroflora der Haut zu sehr durcheinander zu bringen.

Dazu sagt Helen: „Sodium Bicarbonate waren meine erste Idee, also benutzte ich sie zu Beginn, und sie wirken sehr gut. Sie sind in allen unseren Pudern und machen gute Arbeit. Sodium Bicarbonate sind großartig, denn sie absorbieren Gerüche. Das macht auch Kohle. Ätherische Öle sind der Wahnsinn, aber wir nutzen auch verschiedene Pulver.“

Dieses Arsenal hart arbeitender Zutaten in natürlichen Deos bewirkt nicht nur wahre Wunder darin, deine Haut frisch zu halten, es ist auch antibakteriell und antifungal, sowie selbstkonservierend. Das bedeutet, dass wir auf chemische Konservierungsstoffe verzichten können – welche ebenfalls schädlich für Haut und Mikroflora sein können.

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