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Eine kurze Geschichte der Seife

Seit unseren Anfängen haben wir von Lush neue Methoden zur Herstellung von Seifen etabliert. Sei bereit für ein neues, multidimensionales Zeitalter…

Die Geschichte von Seife ist lang und bewegt, das reinigende Produkt wird bereits im Alten Testament erwähnt und wurde im alten Ägypten und im römischen Reich verwendet. Die frühesten Varianten von Seife bestanden aus einer Mischung von Ölen, Asche, Tonerden oder Sand. Obwohl sich die Herstellung von Seifen über die Jahrhunderte weiterentwickelt hat, ist der grundlegende Prozess fast genau gleich geblieben. Man kocht Öle und Fette gemeinsam mit einer Lauge, um daraus Seife und Glyzerin herzustellen. Früher setzte man bei den Fetten vor allem auf Talg von Schafen oder Rindern, später kamen die Öle von Oliven, Palmen und Kokosnüssen hinzu. Doch selbst heutzutage ist der Talg von unterschiedlichen Tieren Bestandteil vieler Seifen. Diese simple Art von Seife hatte und hat zwei Funktionen: sie verringert die Oberflächenspannung von Wasser und bindet sich mit Staub, Dreck und Bakterien.

Im späten 18. Jahrhundert verbreitete sich auch durch Werbekampagnen in Europa und den USA der heute allgemein bekannte Zusammenhang von Hygiene und Gesundheit. Dadurch wurde auch immer mehr Seife verwendet. Dennoch erfolgte die Produktion von Seifen bis zur industriellen Revolution in kleinen Mengen. Das änderte sich 1886, als die Brüder James und William Lever eine kleine Seifenmanufaktur in Warrington kauften. Daraus machten sie eines der bis heute größten Seifenunternehmen der Welt. Früher hieß es noch Lever Brothers, heute ist es unter dem Namen Unilever registriert. Die Nahrungsmittelknappheit im Ersten Weltkrieg führte dann dazu, dass auch Öle und Fette für Seifen streng limitiert wurden. Daraus resultierte die Entwicklung erster chemischer Alternativen. Diese neuen Waschmittel wurden aus einer Mischung aus Tensiden und chemischen Zusatzstoffen produziert. Die Alternativen liefen gewöhnlicher Seife bald den Rang ab und bereits in den 1950ern wurden diese Wasch- und Reinigungsmittel weitaus häufiger verkauft, als traditionelle Seife.

In den letzten Jahren wurden flüssige Seifen immer beliebter – vor allem solche, die antibakterielle Wirkstoffe wie Triclosan enthalten. Dieses wird gerade unter anderem von der US-Behörde für die Zulassung von Nahrungsmitteln und Drogeriewaren kontrolliert und darauf getestet, ob es wirksam und unter Umständen sogar schädlich für den Menschen ist. Es gibt Befürchtungen, dass eine zu häufige Verwendung Resistenz der Bakterien gegenüber Antibiotika verursachen könnten. Wissenschaftliche Befunde legen nahe, dass Triclosan ein unnötiger Inhaltsstoff ist, da Seifen von sich aus bereits antibakteriell wirken.

Das erklärt vielleicht zum Teil, warum feste Seifen wieder in den Fokus der Kunden rücken. Eine Untersuchung des Marktforschungsinstitutes Mintel kommt zu dem Schluss, dass der Verkauf von festen Seifen im Jahr 2011 um 4,7% stieg, das ist deutlich mehr als der von flüssigen Seifen und Körperreinigern.

Auch die Art, wie wir bei Lush unsere Seifen herstellen, hat sich über die Jahre verändert. Zunächst entwickelten wir eine Methode, bei der keine tierischen Fette verwendet werden müssen, dann eine Seifenbasis ohne Palmöl und inzwischen verzichten wir auch auf Petrochemikalien.

Lush-Mitbegründerin Mo Constantine begann mit der Seifenherstellung für das Unternehmen Constantine & Weir, ein Naturkosmetikunternehmen, welches 1977 von ihrem Mann Mark Constantine und Kosmetikerin Liz Weir gegründet wurde. In den 1980ern belieferte das Unternehmen The Body Shop mit seinen populärsten Produkten. Mo hatte immer eine besondere Leidenschaft für Seife. Als sie mit Mark, Liz, Rowena und Helen im Jahre 1988 Cosmetics to Go gründete, arbeitete sie mit dem Kosmetikchemiker Stan Krysztal daran, aufregende, neue Formen von Seife zu erfinden.

Es gab zwei unterschiedliche Methoden bei Cosmetics to Go, Seife herzustellen. Die erste Methode war die klassische mit Kaltpressung. Hierbei verrührt man alle flüssigeren Inhaltsstoffe zu einer Paste, bevor man schwerere Zutaten wie Obst, Bimsstein oder Sand zufügt.

Bei der zweiten Art von Seifen geht es heißer zur Sache. Mo und Stan arbeiteten gemeinsam an einem flüssigen Mix für die Seifen, den man noch in erhitzter Variante in Formen goss. Dieser beinhaltete Zutaten wie ätherische Öle, Aufgüsse und unterschiedliche Puder für die Hautpflege. Seit der Gründung von Lush setzen wir zu großen Teilen auf diese heiße Methode, aber es gibt auch immer wieder kaltgepresste Seifen in unserem Sortiment

Die Geschichte von Seife ist lang und bewegt, das reinigende Produkt wird bereits im Alten Testament erwähnt und wurde im alten Ägypten und im römischen Reich verwendet.

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