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Soapbox: Sumatran Orangutan Society 2017

Rückgewinnung und Regeneration von Regenwäldern auf Sumatra

Von Helen Buckland, Leiterin der Sumatran Orangutan Society

Die Orang-Utans auf Sumatra werden massiv vertrieben. Ihre Heimat, die Regenwälder, werden für Straßen oder Ackerbau abgeholzt. Das führt dazu, dass diese sanften Affen – Orang-Utans zählen zu unseren engsten Verwandten – vom Aussterben bedroht sind. Die Sumatran Orangutan Society kämpft dafür, dies zu verhindern und, besser noch, ins Gegenteil umzukehren.

Als ich mitten im Gunung Leuser Nationalpark auf Sumatra stand, war ich umgeben von unzähligen Reihen von Ölpalmen. Die Erde war staubtrocken und rissig, es herrschte absolute Stille, selbst Vogelgezwitscher war nicht zu hören. Und das, obwohl ich mich mitten in einem Wald befand, der eine der höchsten Biodiversitäten weltweit hat. Die Szenerie, die sich mir bot, war niederschmetternd.

Ich reiste nach Sumatra, um den Fortschritt eines neuen Projektes, welches wir mit der Sumatran Orangutan Society unterstützten, zu begutachten. Und in mir machten sich Angst und Resignation breit. Unser Plan war es, das ausgedörrte, monotone Land wieder in einen üppigen Regenwald zu verwandeln. Doch in diesem Augenblick schien die Aufgabe unmöglich.

Dann hörte ich eine Kettensäge. Anstatt noch verzweifelter zu werden, musste ich grinsen. Es gibt nur einen Grund zur Freude, wenn man eine Kettensäge im Urwald hört; nämlich dann, wenn sie dafür genutzt wird, illegal gepflanzte Ölpalmen zu fällen. Als der erste Baum fiel, konnten wir nicht anders und jubelten.

Zu verdanken hatten wir das unserer Schwesterorganisation, dem Orangutan Information Centre (OIC), welches 500 Hektar des Nationalparks zurückerlangen und regenerieren konnte. Dieses wurde zuvor von einer Palmöl-Firma gestohlen. Ich pflanzte einen Samen der Durian – die Lieblingsfrucht der Orang-Utans – in die ausgetrocknete Erde und hoffte, dass sie überlebt.

Nach zwei Jahren kehrte ich an den Ort zurück, an dem ich sie einpflanzte. Ihre Blätter spendeten mir Schatten, meine Hoffnungen wurden also erfüllt. Ich schloss die Augen und lauschte den Lauten der unzähligen Tiere. Ich erkannte Gibbons und verschiedene Singvögel und das Team erzählte mir sogar, dass eine Herde Elefanten gesichtet wurde. Ein Paradebeispiel für die Erhaltung des Regenwaldes.

Kurze Zeit später, als ich wieder in Großbritannien war, zogen auch die ersten wilden Orang-Utans wieder in das Gebiet. Ich saß in meinem Büro am anderen Ende der Welt, lächelte und stellte mir vor, wie die Orang-Utans unter „meinem“ Baum saßen und von den Durians naschten.

Das Abholzen von Wäldern zum Zwecke des Ackerbaus bringt das gesamte natürliche Gleichgewicht durcheinander, der Lebensraum unzähliger Arten wird zerstört. Im vorliegenden Fall, also der Abholzung des Waldgebietes Nahe des Dorfes Halaban, waren die Folgen noch gravierender. Durch die zahllosen Ölpalmen trockneten die Flüsse und Brunnen aus, die angebauten Nahrungsmittel des Dorfes vertrockneten, die Ernte wurde zerstört. Die desaströsen Effekte waren allen offensichtlich, also freuten sich die Dorfbewohner über die Gelegenheit, ihren Wald zurückzuerobern. Inzwischen sind sie sehr stolz darauf, dass das Projekt ein voller Erfolg wurde (wir natürlich auch). Sie haben sogar eine Gruppe namens „Beschützer von Leuser“ gegründet, um die Regenerierung und den Schutz des Teils des Nationalparks weiter zu gewährleisten. Die eins karge, eintönige Landschaft ist nun ein aufstrebender junger Wald, unsere Kamerafallen fotografieren Orang-Utans, Elefanten, Malaienbären und viele weitere Spezies, die zurückkehren.

Das Pflanzen von Bäumen zur Regeneration des Regenwaldes ist eine wichtige Aufgabe. Jedoch ist es wichtig, nicht nur die Bäume zu bedenken, sondern auch, wie wir die Wälder langfristig schützen können.

Wenn Menschen oder große Unternehmen einen Teil des Regenwaldes zerstören, um dort Ackerbau zu betreiben, reicht es nicht aus, einfach wieder Bäume zu pflanzen und ein Schild aufzustellen, auf dem steht, dass es sich um ein Gebiet handelt, in dem Wiederaufforstung stattfindet. Wir müssen gewährleisten, dass all diese neuen Bäume und der unberührte Regenwald für immer stehen bleiben und ein intaktes Ökosystem bilden.

Ganz egal, wie viele Bäume wir pflanzen, das grundlegendste Element einer erfolgreichen, langfristigen Regenerierung des Regenwaldes ist das ehrliche, unnachgiebige Engagement der Gemeinschaften, die direkt im oder am Wald leben. Sie müssen zu Beschützern des Waldes werden und ihn vor zukünftigen Angriffen verteidigen.

Genau wie die Bäume, die wir Pflanzen, schlägt auch die Arbeit unseres Teams auf Sumatra tiefe Wurzeln innerhalb der Gemeinschaften und macht die Dorfbewohner zu Botschaftern der Regeneration und Beschützern des Ökosystems.

Einen Baum zu pflanzen ist ein Symbol der Hoffnung, welches eine bessere Zukunft für die Regenwälder, Tiere und Menschen auf Sumatra repräsentiert.

Erfahre mehr und mache mit: orangutans-sos.org/join
Die Fotorechte liegen bei der Urheberin: Gita Dafoe

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